DPI – ein Zauberwort der Druckbranche zeigt Wirkung

Wenn ein Druckergebnis nicht den Vorstellungen entspricht verwenden die Branchenprofis gerne den Begriff "DPI" und "zu geringe Auflösung". Was es mit diesem Zauberwort auf sich hat, erklärt die Frick Werbeagentur mit dem Online-Portal Online-Druckerei www.online-druck.biz.

DPI lautet ein Zauberwort in der Druckbranche, mit dem ein gutes Druckergebnis erzielt werden kann. Dpi heißt “dots per inch” und ist gleichbedeutend mit “Punkte pro Zoll”. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint man damit die Auflösung einer Druckdatei. Im Druckprozess wird das Druckbild in kleine Punkte umgewandelt, also gerastert. Diese Rasterung ist dem flüchtigen Betrachter kaum sichtbar. Die Feinheit dieses Rasters wird in “lines per inch” ausgedrückt wird, also lpi.

Um entsprechend fein gerastert drucken zu können, sollte die Auflösung einer Druckdatei gewisse Mindestanforderungen erfüllen. Ein sehr feines Druckbild nutzt nichts, wenn die Druckdatei die notwendigen Informationen nicht enthält. Hat die Druckdatei eine zu geringe Auflösung, erscheint das Druckbild pixelig. Extremes Beispiel ist, wenn versucht wird, ein Internetbild mit einer Sreenauflösung von 72 dpi zu drucken. Enthält dieses Druckbild Schriften, sehen diese zackig und in kleiner Schriftgröße kaum leserlich aus.

Der Lpi-Wert eines Druckbildes gibt an, mit wievielen Punkten der Druck aufgelöst wird. Standardmäßig wird im Offsetverfahren oder Digitaldruckverfahren mit 150 bis 180 lpi gedruckt. Grundlage für einen feinauflösenden Druck ist die hohe Auflösung der Druckdatei. Diese wird mit dpi ausgedrückt.

Der Anwender sollte sein Printprodukt von Anfang an mit mindestens 300 dpi anlegen. Relevant beim Druck ist die gewählte Auflösung nur bei Bildern, also beispielsweise Fotos aus der Digitalkamera. Wird die Druckdatei aus einem Layoutprogramm erstellt, werden Grafiken oder Schriften nicht aus Pixeln sondern aus Vektoren aufgebaut. Eine Vektordatei kann man beliebig ohne Qualitätsverlust vergrößern. Wenn das Layout jedoch mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie Fotoshop erstellt wird, besteht die Druckdatei aus Pixeln. In diesem Fall ist eine hohe Auflösung von Vorteil.

Beispiel: Jemand gestaltet einen Einladungsflyer mit einem Bildbearbeitungsprogramm im Format DIN-A-6 und will mit dieser Datei auch noch Plakate im Format DIN-A-3 herstellen lassen. Wenn nun die Druckdatei mit 300 dpi angelegt wird, wird diese Standardauflösung möglicherweise kein gutes Druckergebnis bringen. Für den Flyer DIN-A-6 wird die Auflösung gerade noch ausreichen. Kritisch wird es, wenn sehr kleine Schriftgrößen oder sehr filigrane Grafiken verwendet werden. In diesem Fall empfiehlt sich eine Auflösung von mindestens 400 dpi. Bei der Vergrößerung für das Plakat DIN-A-3 ist selbst diese Auflösung grenzwertig. Ein Plakat wird in der Regel von mindestens 1 m Betrachtungsabstand gesehen. Sichtbare Pixel in Schriften spielen keine Rolle. Wenn jedoch auch für das Plakat eine sehr gute Auflösung gewünscht wird, sollte die Auflösung der DIN-A-6-Datei 600 dpi betragen. Die Druckdatei wird mächtig groß, bringt jedoch echte Qualitätsvorteile. Wichtig ist, dass die hohe Auflösung der Druckdatei schon beim Layout gewählt wird. Es bringt nichts, wenn zuerst mit 300 dpi gestaltet und dann das Layout auf 600 dpi interpoliert wird.

Hinweis für die Wahl der richtigen Auflösung bei Druckdateien aus Bildbearbeitungsprogrammen oder Speicherung als jpg mit maximaler Qualität:

Druck eines Plakates, das nur von der Weite betrachtet wird: 200 dpi.
Druck eines Flyers mit Standardschriften nicht unter 12 Punkt: 300 dpi.
Druck eines Flyers mit feinen Details oder sehr kleinen Schriften: 400 dpi.
Druck eines Flyers, der für Plakate hochvergrößert wird: 600 lpi.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Auflösung des Drucksystems desto mehr Details können dargestellt werden. Bei einem hochwertigen Offsetdruck oder Digitaldruck bringt eine hoch auflösende Druckdatei Qualitätsvorteile. Es empfiehlt sich, die Angaben von Online-Anbietern zu vergleichen. Vielfach wird wegen der enormen Datenmengen im Workflow die Auflösung gekappt, so dass beispielsweise maximal 300 lpi in der Druckmaschine ankommen. Das spielt bei Vektordaten keine Rolle, wohl aber bei Pixeldaten. Bei www.online-druck.biz wird möglichst mit der vollen Auflösung gedruckt. Nur in Sonderfällen, beim Druck von Bücher mit sehr vielen Seiten, kann die Auflösung etwas reduziert werden, etwa dann, wenn mehrere Gigabyte Druckdaten für einen Job anfallen.