Kann Lack Digitaldrucke aufwerten?

Das Veredeln von Drucksachen ist im Trend. Es geht darum, sich unter der beachtlichen Werbeflut gegenüber dem Wettbewerb durchzusetzen.

Drucklack:

Dieses Verfahren wird hauptsächlich im Offsetdruck eingesetzt. Der Lackauftrag ist ölbasierend und bietet einen gewissen Griffschutz insbesondere bei vollen Flächen. Optisch bringt dieser Schutzlack keinen nennenswerten Effekt. Bei Einwirkung von Tageslicht neigt der Drucklack zum Vergilben.

Dispersionslack:

Dieser Lack ist wasserbasierend und wird über ein 5. Druckwerk aufgetragen. Der Schutzeffekt ist stärker als beim Drucklack. Die optische Wirkung ist erkennbar, wenn auch nicht überragend. Es können unter optimalen Bedingungen etwa 80 von 100 Glanzpunkten erreicht werden.

Cellophanierung:

Die optische Wirkung und vor allem die Schutzwirkung sind sehr gut. Die Veredelung erfolgt über eine hauchdünne Folie, die durch Hitze auf den Druck übertragen wird. Dieses Veredelungsverfahrens ist relativ material- und zeitintensiv und daher nicht gerade billig, besonders dann, wenn hochwertige Folien eingesetzt werden. Probleme können auftreten, wenn die Folie einseitig eingesetzt wird. Durch Feuchtigkeitseintritt ins Papier kann die relativ starre Folie Spannungen erzeugen und z.B. die schöne Postkarte wölben. Wir verwenden modernste BOPP-Folien. Die kratzfeste Folie ist meinem widerstandsfähigen Acryllack beschichtet. Die Oberfläche der Softtouchfolie ist mit einer Polyurethanschicht veredelt.

UV-Lackierung ganze Seite:

Dieses Verfahren ist technisch kompliziert. Die Übertragung des Lacks erfolgt bei der hochwertigen UV-Lackierung ähnlich wie beim Flexodruck. Es kann dadurch auch partiell lackiert werden. Der Lack enthält keine Lösemittel. Die Trocknung des relativ starken Lackauftrags erfolgt mittels UV-Licht. Die Güte des Ergebnisses wird in Glanzpunkten gemessen. Die Optik und die Schutzwirkung ist sehr gut. Der Lack wirkt wie ein Kunststoffüberzug und kann problemlos feucht gereinigt werden.

Partielle UV-Lackierung:

Wenn man per Offsetdruck die bestmögliche Wirkung bei der partiellen UV-Lackierung erzielen möchte, geht man am besten 2-stufig vor. Die ganze Seite wird matt bis Dispersion lackiert. Auf diese Lackschicht erfolgt im zweiten Schritt eine hochglänzende partionelle Lackierung. Man kann beispielsweise Texte, Grafikten Flächen oder Fotos mit einem hochglänzenden Lack hinterlegen.

Digitaldruck-Lackierung

Digitaldruck-Lackierung:

Dieses Verfahren ist relativ neu und wurde speziell für die bestmögliche Veredelung von Digitaldrucksachen entwickelt. Der Lack wird wie ein zusätzlicher Toner als 5. Farbe gedruckt. Die optische Wirkung dieses Lacks ist seidenglänzend. Der hochglänzende Lack kann ausschließlich vollflächig eingesetzt werden. Die Farbwirkung dieser Veredelungsart ist überragend und übertriff vielfach den bisher führenden UV-Lack. Die Oberfläche ist „spiegelglatt“und wirkt wie ein hochwertiges Farbfoto. Bei der hochglänzenden Lackierung wirken die Farben kräftiger und satter. Gerne verwendet wird die hochglänzende Lackierung beim Druck von Fotokalendern.

Spot-Lack, 3D-Lack, partielle Lackierung:

Spot-Lack, 3D-Lack, partielle Lackierung
Möglich ist auch eine dreidimensionale Spotlackierung. Der 3D-Lack wird erhaben wie beim Siebdruck gedruckt. Der Lack ist seidenglänzend und entfaltet seine beste Wirkung auf matten Bedruckstoffen. Der Lack kann flächig oder in stufenlosen Prozentwerten angewendet werden. Selbst Fotos können dreidimensional belebt werden. Der Nachteil: Der Lackauftrag lässt dunkler Fläche heller erscheinen. Daher bietet wir dieses Veredelungsform nicht mehr an sondern die partielle Hochglanzlackierung und eine 3D-Hochglänzlackierung auf Offsetdrucken ab der Auflage 100.